Der
sterbende Mensch steht mit seinen Bedürfnissen im Zentrum.
Die Auseinandersetzung mit Sterben und Tod, mit Sinnfragen,
Lebensrückblick sind mögliche Themen, welche die Begleiter
mit dem alten Menschen erörtern werden. Die Bedürfnisse
sind vielfältig und der alte Mensch wird in die Entscheidungsfindung
für Handlungsoptionen mit einbezogen.
Zum Erreichen unseres Zieles, eine vernetzte Sterbebegleitung
in unserem Haus zu implementieren, wurde der Kontakt zum
Hospizverein Braunschweig hergestellt. Eine Zusammenarbeit
mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern wird angestrebt. Des
Weiteren erhalten Pflegemitarbeiter eine Schulung durch
den Hospizverein. Weiterbildungsangebote im Bereich Palliativ-Begleitung
sind geplant.
Bislang gibt es im Rudolfstift Angebote zum Thema "
Spuren hinterlassen ", die von den Bewohnern des
Hauses gut angenommen werden. Der " Erinnerungsbaum
" im Garten, mit verschiedenen von Bewohnern angefertigten
Kacheln gehört dazu, ebenso die Abschiedsecke im Erdgeschoss.
In der Woche vor dem Ewigkeitssonntag werden Angehörige
der im gleichen Jahr verstorbenen Bewohner zu einem Erinnerungsnachmittag
eingeladen. Anekdoten aus der gemeinsam verbrachten Zeit
werden erzählt, Fotographien der Verstorbenen sowie Steine,
die mit dem Namen des verstorbenen Menschen versehen sind,
an die Angehörigen weiter gereicht. Steine, die nicht mitgenommen
werden finden ihren Platz an den Wurzeln der alten Rotbuche
im Garten, für alle sichtbar.
Einmal monatlich wird ein Bibelkreis angeboten, in dem es
häufig um die existenziellen Fragen des Lebens geht.
In der Vergangenheit wurden einzelne Bewohner gemeinsam
mit deren Angehörigen und dem behandelnden Arzt hier im
Haus im Sterben begleitet. Es ist das Ziel, jeden Bewohner
am Ende des Weges in dieser Weise zu begleiten.
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